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Horst-Exner-Bau jetzt auf dem Campus angekommen

Horst-Exner-Bau jetzt auf dem Campus angekommen

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„Haus 42“ hat einen neuen Namen. Das Gebäude des Laserinstitut Hochschule Mittweida heißt nun ganz offiziell „Horst-Exner-Bau“.

Professor Horst Exner enthüllt gemeinsam mit seiner Ehefrau das zuvor mit einem blauen Tuch verdeckt Schild mit der Aufschrift "Horst-Exner-Bau".
Horst Exner wird als emeritiertem Professor eine besondere Ehre zuteil: Das Gebäude des Laserinstitut Hochschule Mittweida trägt nun seinen Namen.

Der neue Namensgeber enthüllte am 26. April 2022 zusammen mit seiner Ehefrau das neue Schild, das die Neubenennung von Haus 42, dem Forschungsgebäude des Laserinstitut Hochschule Mittweida, nun auch auf dem Campus sichtbar macht. „Weil nur bleibt, wer schreibt – oder angeschrieben wird“, kommentierte Professor Ludwig Hilmer mit einem Lächeln und würdigte die Verdienste für die Forschung in Mittweida, die Exner gemeinsam mit seinen Mitstreiter:innen in über 40 Jahren an der Hochschule erreicht hat.

Schon bei der Mittweidaer Lasertagung im Jahr 2021 hatte die Hochschulleitung bekanntgegeben, dass das Forschungsgebäude künftig den Namen des nunmehr ermitierten Professors tragen soll. Das Enthüllen das Schilds war der zweite Teil dieser Zeremonie. Heute gehöre die Lasertechnik und das Laserinstitut zur DNA der HSMW, erklärte Hilmer nun. Professor Horst Exner habe „mit vielfacher Unterstützung aber mit unverkennbarer persönlicher Handschrift die tief verwurzelte Mittweidaer Exzellenz Laser nachhaltig an unserer Hochschule verankert.“

Exner begleitete diese Entwicklung hautnah. Er begann im Jahr 1976 mit dem Studium der Technologie des elektronischen Gerätebaus in Mittweida. Schon in der Diplomarbeit (1980) widmete er sich der Lasertechnik, bevor er im Anschluss an seiner Dissertation arbeitete: „Beiträge zur laserinduzierten Flüssigphasenausheilung von ionenimplantiertem Silicium“ (1984) – eine Technik, die auch heute noch bei der Herstellung von Flachbildschirmen eine wichtige Rolle spielt. 1988 wurde Exner Technischer Leiter des Laserapplikationszentrums (LAZ). Im Jahr 1992 berief ihn die Hochschule auf die Professur Physikalische Technik/Laseranwendungen. Von 2006 bis 2010 war er als Prorektor für Forschung Mitglied der Hochschulleitung der Hochschule Mittweida. Im Jahr 2011 wurde er Direktor des Laserinstituts.

Die dortige Forschung unter seiner Leitung festigte der Hochschule national wie international ihren ausgezeichneten Ruf. Auch deshalb gelang es, im Jahr 2011 die erste Stiftungsprofessur der Hochschule für „Innovative Lasertechnologien“ einzuwerben. Nichts jedoch unterstreicht die Forschungserfolge so imposant und nach außen sichtbar wie das Gebäude, das von nun an den Namen „Horst-Exner-Bau“ trägt. Eine Bausumme von fast 21 Millionen Euro, zuzüglich 5 Millionen Euro für Großgeräteanschaffungen, erstmals vergeben an eine Hochschule für Angewandte Wissenschaften durch das wichtigste wissenschaftspolitische Beratungsgremium auf Bundesebene, den Wissenschaftsrat. Der Bau ist seit 2016 ein „Leuchtturm“ mit Strahlkraft für die Zukunft und ein Magnet für Forschende und den wissenschaftlichen Nachwuchs in der Lasertechnik.

Den Beitrag aller Beteiligten an dieser Entwicklung betonten sowohl Exner als auch sein frisch gewählter Nachfolger als Institutsdirektor, Professor Alexander Horn, am Dienstag. „Vielleicht war meine Leistung, die Kräfte zu bündeln. Ich hatte viele Wegbegleiter, die waren alle sehr wichtig. Allein kann man diesen Weg nicht gehen“, so Exner. Sein Nachfolger Horn sagte, dass zwar viele am Aufbau beteiligt gewesen seien, „aber einer muss auf dem Weg die Spitze übernehmen.“ 

Auch Mittweidas Oberbürgermeister würdigte Exners Verdienste. „Uns als Stadt ist es ein Bedürfnis ‚danke‘ zu sagen für die lange Zeit des Aufbaus der Lasertechnik“, sagte Ralf Schreiber und betonte die Wichtigkeit der Forschung für die Stadt. Zahlreiche Firmen hätten sich in Mittweida angesiedelt, weil sie ihr Personal unter den Absolvent:innen der Physikalischen Technik der Hochschule Mittweida finden. Auch künftig werden die Firmen im Laserinstitut Hochschule Mittweida einen verlässlichen Partner finden. „Die neue Generation trägt nun den Geist mit neuen kreativen Ideen weiter“, so Hilmer.